Erklärung eines Zusammenschlusses internationalistischer Linker zum Krieg
–Nein zum Angriffskrieg Israels und der USA in Nahost!
-Nein zum Imperialismus und allen Diktatoren!
-Stoppt den Völkermord in Gaza!
Lasst uns gemeinsam die Militarisierung stoppen!
Erklärung eines Zusammenschlusses internationalistischer Linker zum Krieg zwischen Israel und Iran und zum fortgesetzten Genozid an der palästinensischen Bevölkerung –
25.06.25
| Vorbemerkung: Die Angriffe der USA auf den Iran am frühen Morgen des 22.06.25 haben den israelischen Angriffskrieg gegen den Iran weiter auf die Spitze getrieben. Wir befürchten, dass der Krieg nun in der militaristischen Logik von Angriffen und Gegenangriffen noch mehr eskalieren und Elend und Tod für weitere Millionen von Menschen bewirken könnte. Wir müssen alles tun, was wir können, um diesem menschenverachtenden „Spiel“, dass die Herrschenden um des Machterhalts und der Profite willen betreiben, ein Ende zu setzen. Unsere folgende Erklärung berücksichtigt die neue Eskalationsstufe noch nicht. Wir haben es bisher auch nicht geschafft, den patriarchalen Kern des kapitalistischen weltweiten Kriegsregimes darzustellen und dessen Zusammenhang mit dem Fortbestehen des die Menschheit bedrohenden Klimabruchs. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die autoritär-militaristische Formierung auch in Deutschland wahrscheinlich noch drastisch zugespitzt werden wird. Das wird wahrscheinlich mit einem eher sprunghaften Anstieg an Repression gegen alle einhergehen, die sich Militarisierung und Faschisierung hier zu widersetzen wagen. Die Grundlagen dafür werden mit den techno-faschistischen Machtmitteln wie Palantir, Anduril und Co gelegt. Dabei zeigt die Repression im Namen der antidemokratischen Staatsräson bereits jetzt, wie selbst bis in (vormals) linke Kreise hinein zutiefst reaktionäre Staatsschutz-Logiken hineingetrieben worden sind. Wir wissen, dass der Text wie er jetzt vorliegt Schwächen hat. Wir veröffentlichen ihn jetzt dennoch, weil es brennt. |
Liebe Kriegsgegner*innen,
In Zeiten der Krise zeigt der Kapitalismus sein wahres Gesicht: Er befeuert Kriege und bringt vor allem den armen Bevölkerungen im globalen Süden Tod, Zerstörung und Elend. Ob in Sudan, Palästina, Belutschistan, Kurdistan, dem Kongo, in der Ukraine überall herrscht Krieg und wird durch miteinander in Konkurrenz stehende Machthaber ständig weiter ausgeweitet. Verantwortlich sind stets jene Nationalstaaten und die in ihnen herrschenden Cliquen, die finanziell am besten ausgestattet und militärisch hochgerüstet sind.
Während der zionistische Staat Israel in Gaza weiterhin einen Genozid an Palästinenser*innen verübt – durch systematisch betriebenes Verhungern und Verdursten lassen, die gezielte Tötung von Zivilist*innen, die Vernichtung ganzer Familien, Zerstörung praktisch aller Krankenhäuser, Schulen und kultureller Stätten – richtet er nun auch Raketen auf den Iran, und vergießt dort weiteres Blut. Seit dem 13. Juni 2025 wurden im Iran nicht nur Militärpersonal, militärische Einrichtungen sondern auch Wissenschaftler*innen angegriffen und auch hunderte weitere Zivilist*innen getötet.
In beinahe allen israelischen und westlichen Medien, ob privat oder staatlich, werden diese Angriffe als „gezielt“ und „notwendig“ dargestellt und propagiert. Dabei ignoriert diese Medienmaschine bewusst die zivilen menschlichen Opfer aus dem globalen Süden. Systematisch ausgeblendet werden dabei stets die massive Zerstörung des Alltagslebens und die sozialen Schäden, den diese Kriege bei ihnen anrichten. Es fällt auf, dass hingegen sehr wohl immer wieder über israelische Opfer und das Leiden israelischer Menschen breit und relativ ausführlich berichtet wird. Gleichzeitig werden die Opfer und das Leid, das die israelische Angriffe produzieren, kaum einmal ausführlich dargestellt oder als Problem aufgegriffen. Dabei sind Zeugenaussagen und Videoberichte dazu über das Internet für jede Person, die sich darüber wirklich informieren will, verfügbar. Sie werden nur von den westlichen Journalist*innen nicht für die Berichterstattung herangezogen. Statt dessen werden die Verlautbarungen der israelischen Armee in vielen hiesigen Berichten als Tatsache wieder gegeben und oft nicht einmal deren Charakter als Kriegspropaganda problematisiert.
Die ausgelöschten Leben im globalen Süden, etwa in Palästina und im Sudan, sind für die westliche, die „weiße“ Öffentlichkeit nicht betrauerbar – um es mit den Worten Judith Butlers zu sagen. Sie zählen nicht.
Diese Ausblendung geschieht einerseits „wie von selbst“ aus der tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelten kolonial-rassistischen Logik heraus und zum anderen auch zielgerichtet, um den Konsens zu fördern, dass diese genozidale Art von Kriegführung irgendwie zu rechtfertigen wäre. Als Bundeskanzler Friedrich Merz vor wenigen Tagen erklärte, Israel erledige „für uns“ im Iran „die Drecksarbeit“, offenbarte er mit dieser Aussage, wie sehr das kolonial-rassistische Überlegenheitsdenken in Deutschland noch immer normalisiert ist und beständig aktualisiert wird.
Israel setzt sich in Gaza, der Westbank, in Syrien, dem Libanon und Jemen seit Jahrzehnten massiv über Maßstäbe der Menschlichkeit und auch Maßstäbe des internationalen Rechts hinweg. Darin ist Israel den anderen verbrecherischen Herrschenden, ob den USA oder Russland, sehr ähnlich. Neu ist aber die Qualität, dass der Genozid, den Israel an der palästinensischen Bevölkerung verübt, praktisch live gestreamt an alle Tablets und Smartphones der Welt übertragen werden kann – und das trotz der Ermordung von bisher über 200 palästinensischen Journalist*innen durch die israelische Armee. Die bisherige Rechenschaftslosigkeit der israelischen Regierung und ihrer willfährigen Unterstützer*innen in Deutschland, Europa und der USA lässt befürchten, dass Verbrechen ähnlichen Ausmaßes nun auch die Bevölkerung des Iran treffen werden. So wird in den aktuellen Presseberichten das Leid, was in diesen Stunden, Tagen in einem schockierenden Ausmaß und einer krassen Geschwindigkeit auch im Iran produziert wird, wieder als „Prävention, Selbstverteidigung und Schutz für alle“ legitimiert.
Besonders beschämend ist die Haltung großer Teile der deutschen Linken, die angesichts der Gewalt in Gaza schweigen oder sich hinter angeblicher „Nicht-Verifizierbarkeit“ von Bildmaterial verstecken. Diese intellektuelle Feigheit und der hier zum Ausdruck kommende ethische Bankrott ist auch politisch fatal. Wie lange noch wollt ihr wegsehen, um ein menschenverachtendes Regime mit offen faschistischen Zügen im Namen eines entstellten Antisemitismusbegriffs zu verteidigen?
Mit eurer Haltung, mit eurem Schweigen macht ihr euch zu Kompliz*innen eines andauernden Völkermords. Mit dieser Kritik meinen wir nicht nur die ausdrücklich oder tatsächlich antideutschen/proisraelischen/zionistischen „Linken“, sondern auch all diejenigen Linken, die meinen, das wäre ja alles so kompliziert und es wäre ja so schwer, sich eine Meinung dazu zu bilden. Und wir meinen auch diejenigen (selbsterklärt) Linksradikalen, die sich hinter Mauern an Theoriebildung zum ’strukturellen Antisemitismus‘ oder (weiß)-feministischen oder (weiß)-queer-emanzipatorischen Ansätzen verstecken, und ihren eigenen weißen Suprematismus ableugnen, von dem sie so durchdrungen sind in der systematischen Verharmlosung und Negierung der Verbrechen an braunen und schwarzen Menschen. Hört endlich damit auf durch eure Untätigkeit oder durch euer aktives Silencing der Betroffenen die deutsche Schuld und Verantwortung am Holocaust an jüdischen Menschen auf Menschen im globalen Süden abzuwälzen!
Wir verurteilen den Angriff des fundamentalistischen, faschistoiden bis faschistischen israelischen Regimes auf den Iran aufs Schärfste – ebenso wie wir die Rolle der USA und Europas verurteilen, die Israels Kriege mit Waffen, Logistik und politischer Rückendeckung überhaupt ermöglichen!
Wir fordern ein Ende aller israelischen militärischen Angriffe im Iran, Palästina, dem Libanon, Syrien und Jemen und einen sofortigen Stopp jeglicher Waffenlieferungen und andersweitiger Unterstützung durch Deutschland und die EU an diese Regierung!
Der Angriff Israels erfolgte zeitgleich mit den von westlichen Mächten geführten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm – offenbar mit dem Ziel, diese zu sabotieren. Premierminister Netanjahu nutzt erneut die Eskalation, um sich innenpolitisch zu retten, strafrechtlicher Verfolgung wegen Korruption zu entgehen und gleichzeitig die territorialen Expansionsbestrebungen des zionistischen Staates voranzutreiben. Gleichzeitig setzt Israel in Gaza den Genozid an Palästinenser*innen fort – während die mediale Aufmerksamkeit sich auf den Krieg Israel-Iran verlagert. So wurden allein am 17. Juni 2025 in Rafah bei einem Angriff auf ein Lebensmittellager 72 Palästinenser*innen getötet. Täglich werden seit Wochen um die 100 palästinensische Menschen in Gaza von israelischen Soldat*innen ermordet, während sie versuchen, für sich und ihre Angehörigen Lebensmittel an den wenigen offiziellen Verteilstellen zu erlangen. Parallel dazu wurden vergangene Woche 1.700 Aktivist*innen des „Globalen Marsches nach Gaza“, die die Weltöffentlichkeit auf Genozid und Hungerblockade aufmerksam machen wollten, in Ägpten zunächst verhaftet und dann von den ägyptischen Repressionsbehörden abgeschoben.
Auch das iranische Regime reagierte nun mit fortgesetzten Raketenangriffen auf Israel, die nicht nur militärische Infrastruktur treffen, sondern auch israelische Zivilist*innen töten und Angst verbreiten. Wir fordern auch deren sofortige Einstellung – unabhängig von einer etwaigen völkerrechtlichen Legitimation -denn die Logik des Krieges gebiert immer nur mehr Leid, Zerstörung und neuen Hass.
Wir als Internationalistische Linke werden uns nicht auf die Seite von verbrecherischen Regimen und ihrer Verbündeten stellen. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, um uns dann in der Not für eine der Seiten zu entscheiden und wir fordern alle auf, sich ebenfalls dieser chauvinistischen Kriegslogik zu entziehen!
Leidtragende dieser Kriege sind die armen Bevölkerungen Irans, Palästinas, des Nahen Ostens und ihre Angehörigen in der Diaspora – ebenso wie Jüdinnen und Juden weltweit, auch wenn sie nicht mit dem zionistischen Staat identifiziert werden wollen.
Für eine internationalistische Linke kann dies nur bedeuten: radikale Ablehnung jeglicher Eskalation – ob durch Bomben aus Israel oder durch die Raketen aus Iran!
Unser Kampf muss sich gegen jedwede Form der Unterdrückung und Herrschaft richten, ob im Inland oder Ausland.
Dieser Krieg ist einer zwischen zwei unmenschlich vorgehenden Regierungen: Israel und Iran. Beide nähren sich vom permanenten Ausnahmezustand, um innere Krisen durch äußere Bedrohung zu überspielen. Der israelische Staat wurde begründet durch die gewaltsame Vertreibung von 750.000 Palästinenser*innen – die Nakba ist aber kein abgeschlossenes Kapitel, sondern wird fortgesetzt im heutigen Genozid in Gaza und dem Landraub und den Massakern an Palästinenser*innen durch israelische Siedler*innen und Soldat*innen in der Westbank.
Ein Teil der westlichen Öffentlichkeit feiert Israels Angriff auf den Iran als angebliche Chance auf einen „Regime Change“. Medieninszenierungen von „jubelnden Iraner*innen“, die Israels Luftangriffe als Hoffnungsschimmer deuten, ignorieren die Millionen, die innerhalb Irans gegen Krieg, Diktatur UND gegen die israelische Aggression protestieren. Besonders zynisch agieren Figuren wie Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, oder die iranisch-amerikanische Journalistin Masih Alinejad. Pahlavi lebt mit geraubtem Vermögen im US-Exil, bejubelt Israels Bomben und hofiert Trump. Alinejad stilisiert sich als feministische Stimme, während sie offen Luftangriffe auf den Iran fordert – finanziert durch US-Regierungsprogramme. Beide vertreten keine emanzipatorische Perspektive, sondern ein neoliberales Projekt, das Freiheit mit Marktöffnung und westlicher Dominanz gleich setzt.
Auch in Deutschland stimmen Teile der bellizistischen Linken in den Chor ein, der Israels (Apartheids-)Demokratiemodell als angeblichen „zivilisatorischen Fortschritt“ gegen Islamismus verkauft. Dabei wird die deutsche Verantwortung für die Shoah instrumentalisiert, um Kritik an Israels Kriegsverbrechen zu delegitimieren und zum Schweigen zu bringen.
Es gibt und es gab keine „Schonung“ der Zivilbevölkerung, wie von der Kriegspropaganda stets behauptet, sondern massenhaft Tote und Verletzte – Menschen, die – wenn sie überleben – ein Leben lang durch den Krieg geprägt sein werden und diese Erfahrung meist auch auf die folgenden Generationen übertragen. Und es wird durch diesen Krieg keine „Befreiung“ der Iraner*innen geben , wie es auch in den letzten 30 Jahren keine „Befreiung“ für die Iraker*innen, Afghan*innen, Kurd*innen, Syrer*innen, Lybieri*innen, Sudanes*innen gegeben hat – es ging und geht nur um die Auswechslung eines Warlord- und Mafia-Regimes durch ein anderes, das von den imperialistischen Staaten besser zu kontrollieren ist oder letztlich ihren Interessen mehr entgegenkommt.
Dieser doppelten Moral und auch der instrumentellen Erinnerungskultur setzen wir internationale Solidarität von unten entgegen – und ein klares Nein zu staatlicher wie imperialistischer Gewalt.
Die US-amerikanische, westliche und zionistische Kriegsstrategie bringen nichts als Zerstörung, Elend und Tod hervor. Die Menschen im Irak, in Afghanistan, in Lybien, … können, sofern sie die westlichen Feldzüge im Namen des Kampfes der vorgeblichen Krieges „gegen den Terror“, „für Frauenrechte“ und „für Demokratie“, überlebt haben, darüber berichten, welche Verheerungen in ihren Ländern angerichtet wurden. Dienjenigen Menschen, die vor den Folgen dieser vorgeblichen „Kriege zwecks Demokratieförderung“ versuchen sich nach Europa in Sicherheit zu bringen, werden auch hier systematisch entrechtet und sind der zunehmend gnadenlosen Abschiebepoliik Deutschlands und der EU ausgesetzt ohne dass größere Teile der Linken dem praktisch etwas entgegen setzen.
Was die Situation innerhalb des Iran angeht: Uns reicht es nicht, das islamische Regime nur abzulehnen. Unsere Solidarität gehört denjenigen, die im Iran auf der Straße und im Untergrund kämpfen: Arbeiter*innen, Studierende, Frauen, Queers –, die für ein selbstbestimmtes Leben von der Basis aus kämpfen.
Gegen die autoritären Regime und ihre imperialistischen Gegenspieler setzen wir eine internationale Solidarität, die sich nicht von oben diktieren lässt!
Auch bestimmte nationalistische Linke blenden die Realität der Unterdrückung innerhalb der autoritären Regime aus. Während diese Linken zwar zu Recht die imperialistische Aggression von USA, NATO oder Israel kritisieren, verharmlosen sie zugleich die Verbrechen autoritärer Regime wie Russland, Iran oder Syrien – unter dem Deckmantel eines angeblichen antiimperialistischen Kampfes. Sie stilisieren Konflikte zwischen klerikalen, mafiösen, faschistoiden Regimen und westlichen Staaten zu antikapitalistischen Auseinandersetzungen. Das ist nicht nur falsch, sondern zutiefst zynisch. Wie kann man die Schreie der Gefolterten, der politischen Gefangenen, das Schicksal der zehntausenden Hingerichteten im Iran oder – zumindest auch unter Assad in Syrien – überhören?
Das islamische Regime agiert selbst im Rahmen kapitalistischer und imperialistischer Logiken – hinter einer Fassade aus Antiimperialismus und Antikolonialismus. Es steht für massive Unterdrückung, Klassenspaltung, Frauenfeindlichkeit und rassistische Gewalt gegen Kurd*innen, Belutsch*innen, Araber*innen und auch gegen Millionen im Iran lebende Afghan*innen. Ein solches Regime wird keinen Frieden bringen.
Aber: Weder Bomben von außen noch reaktionäre Allianzen werden Befreiung ermöglichen. Nur die Kämpfe von unten – für Würde, Freiheit, Gerechtigkeit und gegen das Patriarchat – können den Weg in eine Welt ohne Ausplünderung von Mensch und übriger Natur öffnen.
Für eine internationalistische Linke heißt das: kompromisslose Ablehnung jeder militärischen Logik, jeglicher Eskalation – unabhängig von der Seite. Unser Maßstab ist nicht Geopolitik, sondern das Leben, die Würde, Sicherheit, Gleichheit und Selbstbestimmung der Menschen.
Atomenergie – für niemand!
Wir lehnen die zivile wie militärische Nutzung von Atomtechnologie kategorisch ab. Es gibt keine demokratische, gerechte oder ökologische Nutzung von Atomkraft. Die westlichen Staaten – darunter auch Israel – behaupten das Gegenteil, um ihre umweltzerstörerische Energiepolitik zu rechtfertigen. Doch Atomenergie ist keine Lösung, sondern Teil des Problems: Sie ist autoritär, gefährlich, kolonial. Auch der jahrzehntelange Atomkonflikt zwischen dem iranischen Regime, den USA und Israel hat nichts mit den Interessen der Menschen im Iran und der Region zu tun. Die Islamische Republik hat Hunderte Milliarden Dollar – das Geld der Arbeiter*innen, der Armen, der Lohnabhängigen – in ein Atomprogramm gesteckt, das nur einem Ziel diente: islamistischen Imperialismus, regionale Machtansprüche und fundamentalistische Netzwerke zu stärken. Der Preis: Armut, Repression, ökonomischer Verfall und soziale Katastrophe auf dem Rücken der Unterdrückten mit dem ständigen und einkalkulierten Risiko ökologischer Katastrophen wie in Tschernobyl oder Fukushima. Der aktuelle militärische Konflikt zwischen den reaktionären Regierungen in Israel und im Iran ist nichts anderes als die Fortschreibung imperialistischer Großstrategien – mit neuen Mitteln, aber denselben Opfern: den unterdrückten Menschen in Palästina, im Iran, in Kurdistan, Belutschistan, im Libanon, im Sudan, im Jemen.
Weder das israelische Apartheidregime noch die iranische Diktatur stehen für Befreiung. Beide operieren im Rahmen kapitalistischer und nationalistischer Machtlogik – mal als Feinde, und unter der Hand auch mal als Komplizen.
Während westliche Regierungen ihre Waffenlieferungen an Israel als vorgebliche „Verteidigung jüdischen Lebens“ verklären, läuft im Inneren der NATO-Staaten die nächste Aufrüstungsetappe: Milliarden für neues Kriegsgerät, massiv ausgeweitete technologische Überwachung im Inneren, neue Rekrutierungsprogramme für Armee und andere Bereiche des sogenannten Sicherheitsapparates, militarisierte Rhetorik in Medien, Bildung, Kultur. Diese Propaganda ist ein Angriff auf die Menschlichkeit – sie zerstört emanzipatorische Bewegungen im globalen Süden und lähmt und spaltet sozialen Widerstand im globalen Norden.
Was als „Frieden“ verkauft wird, ist in Wahrheit Kriegsbereitschaft im Dauerzustand. Was als „Verteidigung“ gilt, ist kollektive Tötungsbereitschaft im Namen geopolitischer Interessen. Die westlichen Waffen töten in Gaza, die iranischen Raketen zerschlagen kurdische Widerstandszellen, die russischen Bomben brennen ukrainische Städte nieder – und überall verlieren die Bewegungen von unten an Raum, Atem, Leben, während als Reaktion oftmals nationalistische Strömungen auch unter den Angegriffenen verstärkt werden.
Gegen das Schweigen – gegen das Vergessen
Im Bombenlärm drohen die Stimmen der Revolution zu verstummen. In Iran sitzen Aktivist*innen der „Jin, Jiyan, Azadî“-Bewegung in Gefängnissen – wo sie durch Folter, Hinrichtungen und Bombardierungen gleich mehrfach bedroht sind. Am 16. Juni 25 kam es im Gefängnis Dizelabad (Kermanshah) zu einem Massaker: Mindestens zehn Gefangene wurden vom Regime ermordet, als Raketen in der Nähe einschlugen. Die Gefängnistüren wurden verschweißt, um jede Flucht zu verhindern. Dieses Beispiel zeigt: Die Unterdrückten sterben zwischen den Fronten zweier faschistischer Staaten. Deshalb sagen wir: Unsere Solidarität ist unteilbar. Wir stehen an der Seite derer, die sich der Diktatur von Staaten, Religion und Kapital widersetzen. Wir stehen gegen das islamistische Regime im Iran, gegen das zionistische Siedlerregime in Israel, gegen die Kriegsstrategien des Westens und des Ostens.
Zum Schluss einige Sätze im Austausch mit Kriegsgegner*innen
Die ethische Antwort auf den Völkermord ist Solidarität mit dem palästinensischen und auch dem israelischen Widerstand an der Basis (Graswurzelwiderstand) und der transnationale Antiautoritarismus. Es gibt auch in Palästina Menschen, deren Widerstand sich nicht nur gegen den israelischen Siedlerstaat richtet, sondern auch gegen die Korruption der PLO/Autonomiebehörde und die autoritäre Unterdrückung durch die reaktionäre Hamas.
Für uns kann es kein politisches Mittel sein, sich den Herrschenden anzudienen, weder in Palästina, Iran, Libanon oder Israel – und auch nicht bei anderen Imperialist*innen.
Wir müssen stattdessen alles daran setzen, die bestehenden Fronten und homogenisierenden Logiken von Nation, Ethnie oder Religion zu überwinden und darauf bestehen, eine radikale und transnationale Friedenspolitik von unten voranzutreiben.
Um nur ein Negativbeispiel zu geben: Die islamische Republik Iran hat bereits seit ihrer Entstehung das Leid der Palästinenser*innen als Legitimation für die eigene Inszenierung als dekolonialer Kämpferin missbraucht. Und leider wurde ihr diese Inszenierung abgenommen von vielen antiimperialistischen Linken, die dann wiederim ihre Unterstützung für das Iranische Regime als angebliche Unterstützung für den „dekolonialen Befreiungskampf“ darstellten. Diese Linken haben damit nicht nur die Menschen verraten, die innerhalb Irans und auch Syriens gegen die ‚eigenen‘ autoritären Regimes kämpften, und das mit Unterdrückung, Gefängnis, sozialem Elend und Tod bezahlten. Sie haben auch komplett darin versagt, die Propaganda vom ‚Antiimperialismus‘ der ‚Achse der Widerstands‘ kritisch zu analysieren.
Auch die Strassenproteste der palästinesischen Bevölkerung an verschiedenen Orten in Gaza am 25. März 2025 wurden entweder ignoriert oder von israelischen Propagandist*innen umgedeutet in pure ‚Anti-Hamas‘-Proteste. Der zentrale Slogan dieser Proteste aber war: „Wir wollen leben“, was sich sowohl gegen die Hamas-Strukturen als auch die israelische genozidale Politik richtete. Wie es leider immer geschieht, wenn man mit einer scheinbar spontanen und führerlosen Bewegung konfrontiert wird, versuchten verschiedene Fraktionen der herrschenden Klasse sich sofort einzumischen, um zu manipulieren und das Ganze in ihrem eigenen Interesse auszuschalten oder umzudeuten.
Eine dauerhafte Lösung zur Beendigung der Krise im Nahen Osten und darüber hinaus kann in der Schaffung von länderübergreifenden (also transnationalen), antimilitaristischen, antiautoritären, feministischen und antikapitalistischen Bewegungen – gegen alle Staaten und Regime. Dabei sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass alle Staaten mit atomaren Einrichtungen und auch Forschungsprogrammen zu chemischen und biologischen Waffen diese im Zweifelsfall nicht nur als Druckmittel nach außen verwenden.
Wir als internationalistische Linke können einen Völkermord wie in Gaza nicht ignorieren und wir haben keinerlei Verständnis für diejenigen, die ihn durch Übernahme der Propaganda der ihn Begehenden rechtfertigen. Jeder Diskussion muss aus einer Perspektive der Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen eine klare Erklärung zur Unterstützung der Forderung nach einem sofortigen Ende des fortgesetzten Massakers und auch eines Endes der israelischen Besatzung und der Apartheid gegenüber den Palästinenser*innen zugrunde liegen. Nur weil große Teile der Linken in Deutschland gegenüber dem Suprematismus des zionistischen Staates die Augen verschlossen haben, heißt das nicht, dass das so bleiben müsste. Auch viele von uns haben dazu in den letzten Jahren und Jahrzehnten Lernprozesse durchgemacht, bei denen wir uns über eigene „blinde Flecken“ Rechenschaft abgelegt haben und daraus nun praktische Konsequenzen ziehen.
In Deutschland gibt es einen rassistischen Normalzustand, der für Persons Of Colour alltäglich erlebte Diskriminierung bedeutet, für Geflüchtete oft ein Leben in Isolation und in ständiger Angst vor Abschiebung mit sich bringt und der das hier verursachte massenhafte Sterben vor den Außengrenzen der EU kaltschnäuzig ignoriert oder sogar abfeiert. In Iran bedeutet der rassistische Normalzustand die massive gesellschaftliche Diskrimierung und Bekämpfung der Selbstbestimmungsrechte von Kurd*innen, Belutsch*innen, Araber*innen und die Ausbeutung und weitgehende Entrechtung von Millionen afghanischen Geflüchteten bis hin zu täglichen Massenabschiebungen. In Israel bedeutet der rassistische Normalzustand die alltägliche Apartheid gegen palästinensische Menschen, militärische Besatzung und mittlerweile auch offenen Genozid.
Und so sehen wir auch die Befreiung Palästinas eng mit der eigenen Befreiung verbunden, gegen jegliche Mächtige in der Welt. Dabei wollen und dürfen wir nicht die Menschen aus den Augen verlieren, die an anderen Orten ums Überleben und eine menschenwürdige Existenz kämpfen, ob in Iran, Sudan, Kongo, den Komoren, oder den Flüchtlingslagern weltweit und vor Ort.
Wie eine breit geteilte Vorstellung von Befreiung aussehen kann, darüber müssen wir uns austauschen und verständigen. Wir wollen versuchen, weiterhin fragend voran zu schreiten.
Nein zum Angriffskrieg Israels und der USA in Nahost!
Nein zum Imperialismus und allen Diktatoren!
Stoppt den Völkermord in Gaza!
Lasst uns gemeinsam die Militarisierung stoppen!
Der Kampf um Befreiung ist transnational
Ein Zusammenschluss internationalistischer Linker
Göttingen und anderswo, 25.06.25
Kontakt:fluechtlingscafegoe@riseup.net
Weitere Infos zum Thema:
https://fluechtlingscafe-goettingen.com/
https://www.instagram.com/roja.paris
https://freedomnews.org.uk/2025/06/16/the-empire-death-engine-strikes-again/
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1188871.internationalismus-wir-brauchen-eine-neue-imperialismustheorie.html

FARSI
۲۶ ژوئن ۲۰۲۵
نه به جنگ تجاوزکارانه اسرائیل و آمریکا در خاورمیانه!
نه به امپریالیسم و دیکتاتورها!
نسلکشی در غزه را متوقف کنید!
بیایید با هم نظامیسازی را متوقف کنیم!
بیانیه اتحاد چپهای بینالمللگرا در مورد جنگ بین اسرائیل و ایران و نسلکشی مداوم مردم فلسطین –
| نکته مقدماتی: حملات ایالات متحده به ایران در اوایل صبح ۲۲ ژوئن ۲۰۲۵، جنگ تجاوزکارانه اسرائیل علیه ایران را تشدید کرده است۰ ما نگرانیم که این جنگ اکنون میتواند با منطق نظامیگرایانه حملات و ضدحملات، تشدید شود و باعث بدبختی و مرگ میلیونها نفر دیگر شود۰ ما باید تمام تلاش خود را برای پایان دادن به این „بازی“ غیرانسانی که حاکمان برای حفظ قدرت و سود انجام میدهند، انجام دهیم۰ بیانیه بعدی ما هنوز این تشدید جدید را در نظر نمیگیرد۰ ما هنوز موفق به تصویر کشیدن هسته مردسالارانه رژیم جنگ جهانی سرمایهداری و ارتباط آن با ادامه وجود اختلال آب و هوایی که بشریت را تهدید میکند، نشدهایم۰ متأسفانه، باید فرض کنیم که شکلگیری اقتدارگرا-نظامی احتمالاً در آلمان نیز به طور چشمگیری تشدید خواهد شد۰ این احتمالاً با افزایش چشمگیر سرکوب علیه همه کسانی که جرات مقاومت در برابر نظامیگری و فاشیسم در اینجا را دارند، همراه خواهد بود۰ پایههای این امر با ابزارهای قدرت تکنو-فاشیستی مانند پالانتیر، آندوریل و دیگران گذاشته میشود۰ با این حال، سرکوب به نام مصلحت ضد دموکراتیک، همین حالا هم نشان میدهد که منطقهای امنیتی ارتجاعی دولت تا چه حد عمیقاً حتی در حلقههای (سابقاً) چپگرا نفوذ کردهاند۰ ما میدانیم که متن فعلی دارای نقاط ضعفی است. به هر حال، ما اکنون آن را منتشر میکنیم، زیرا فوری است۰ |
خطاب به فعالین ضد جنگ،
در مواقع بحرانی، سرمایهداری چهره واقعی خود را نشان میدهد: آتش جنگها را شعلهور میکند و مرگ، ویرانی و بدبختی را، بیش از همه، برای مردم فقیر جنوب جهان به ارمغان میآورد۰ چه در سودان، فلسطین، بلوچستان، کردستان، کنگو یا اوکراین، جنگ در همه جا شعلهور است و دائماً توسط حاکمان رقیب تشدید میشود. آن دولت-ملتها و باندهای حاکم در درون آنها که از نظر مالی و نظامی مجهزترند، همیشه مسئول هستند۰
در حالی که دولت صهیونیستی اسرائیل همچنان به نسلکشی علیه فلسطینیان در غزه ادامه میدهد – از طریق گرسنگی و تشنگی سیستماتیک، کشتار هدفمند غیرنظامیان، نابودی کل خانوادهها و تخریب تقریباً همه بیمارستانها، مدارس و اماکن فرهنگی – اکنون موشکهایی را به سمت ایران نشانه گرفته و خون بیشتری در آنجا ریخته است۰ از ۱۳ ژوئن ۲۰۲۵، نه تنها پرسنل نظامی و تأسیسات نظامی، بلکه دانشمندان نیز در ایران مورد حمله قرار گرفتهاند و صدها غیرنظامی دیگر کشته شدهاند۰
تقریباً در تمام رسانههای اسرائیلی و غربی، چه خصوصی و چه دولتی، این حملات به عنوان „هدفمند“ و „ضروری“ به تصویر کشیده و تبلیغ میشوند۰ با این کار، این ماشین رسانهای عمداً قربانیان غیرنظامی جنوب جهان را نادیده میگیرد۰ به طور سیستماتیک، تخریب گسترده زندگی روزمره و آسیبهای اجتماعی که این جنگها به آنها وارد میکند، همیشه نادیده گرفته میشود۰با این حال، قابل توجه است که قربانیان اسرائیلی و رنج مردم اسرائیل بارها و بارها به طور گسترده و نسبتاً گسترده گزارش میشوند۰ در عین حال، قربانیان و رنجهای ناشی از حملات اسرائیل به ندرت با جزئیات ارائه میشوند یا به عنوان یک مشکل مورد توجه قرار میگیرند۰ با این حال، شهادتهای شاهدان و گزارشهای ویدیویی به صورت آنلاین در دسترس هر کسی است که واقعاً میخواهد در مورد آنها اطلاعات کسب کند۰ آنها به سادگی توسط روزنامهنگاران غربی برای اهداف گزارشگری استفاده نمیشوند۰ در عوض، اظهارات ارتش اسرائیل در بسیاری از گزارشهای محلی به عنوان واقعیت ارائه میشود و اغلب حتی ماهیت آنها به عنوان تبلیغات جنگی مورد سوال قرار نمیگیرد۰
جانهای از دست رفته در جنوب جهان، به عنوان مثال در فلسطین و سودان، برای „سفیدپوستان“ غرب، به قول جودیت باتلر، قابل سوگواری نیستند. آنها به حساب نمیآیند۰
این حذف از یک سو، به دلیل منطق استعماری-نژادپرستانهای که عمیقاً در جامعه آلمان ریشه دوانده است، «گویی خود به خود» رخ میدهد، و از سوی دیگر، عمداً با هدف ایجاد اجماعی مبنی بر اینکه این نوع نسلکشی جنگ به نوعی قابل توجیه است، انجام میشود۰ وقتی صدراعظم فریدریش مرتس چند روز پیش اعلام کرد که اسرائیل در ایران «کار کثیف را برای ما» انجام میدهد، با این بیانیه فاش کرد که تفکر برتری استعماری-نژادپرستانه هنوز در آلمان عادی شده و دائماً در حال بهروزرسانی است۰
دهههاست که اسرائیل به طور گسترده معیارهای انسانیت و قوانین بینالمللی را در غزه، کرانه باختری، سوریه، لبنان و یمن نادیده گرفته است۰ در این مورد، اسرائیل بسیار شبیه سایر حاکمان جنایتکار، چه ایالات متحده آمریکا و چه روسیه، است۰ با این حال، نکته جدید این واقعیت است که نسلکشی اسرائیل علیه مردم فلسطین میتواند عملاً به صورت زنده در هر تبلت و تلفن هوشمندی در جهان پخش شود – علیرغم قتل بیش از ۲۰۰ روزنامهنگار فلسطینی توسط ارتش اسرائیل تاکنون۰ عدم پاسخگویی قبلی دولت اسرائیل و حامیان مطیع آن در آلمان، اروپا و ایالات متحده، این نگرانی را ایجاد میکند که جنایاتی با ابعاد مشابه، اکنون نیز گریبان مردم ایران را خواهد گرفت۰بنابراین، در گزارشهای مطبوعاتی فعلی، رنجی که در این ساعات و روزها در ایران در مقیاسی تکاندهنده و با سرعتی آشکار ایجاد میشود، بار دیگر به عنوان «پیشگیری، دفاع از خود و محافظت برای همه» مشروعیت مییابد۰
به ویژه شرمآور است که نگرش بخشهای بزرگی از چپ آلمان در مواجهه با خشونت در غزه سکوت میکنند یا در پشت ادعای «تأییدناپذیری» تصاویر پنهان میشوند۰ این بزدلی فکری و ورشکستگی اخلاقی بیان شده در اینجا، از نظر سیاسی نیز کشنده است۰ تا کی میخواهید از یک رژیم تحقیرآمیز با گرایشهای آشکارا فاشیستی به نام مفهوم تحریفشده یهودستیزی، چشمپوشی کنید و از آن دفاع کنید؟
با این نگرش، با سکوت خود، خود را در یک نسلکشی مداوم شریک جرم میکنید۰منظور ما از این انتقاد، فقط «چپگرایان» صریحاً یا عملاً ضد آلمانی/طرفدار اسرائیل/صهیونیست نیست، بلکه همه آن چپگرایانی هستند که فکر میکنند همه چیز بسیار پیچیده و دشوار است که بتوان نظری داد۰و همچنین منظور ما آن رادیکالهای (خودخوانده) چپگرایی است که پشت دیوارهای نظریهپردازی در مورد «یهودستیزی ساختاری» یا رویکردهای رهاییبخش (سفید) فمینیستی یا (سفید) کوئیر پنهان میشوند و ایدئولوژی برتریطلبی سفید خود را که در بیاهمیت جلوه دادن و انکار سیستماتیک جنایات علیه مردم قهوهای و سیاهپوست غرق شدهاند، انکار میکنند. در نهایت، از انداختن گناه و مسئولیت آلمان در هولوکاست یهودیان به گردن مردم جنوب جهان از طریق بیعملی یا ساکت کردن فعال افراد آسیبدیده دست بردارید!
ما حمله به ایران توسط رژیم بنیادگرا، و فاشیست اسرائیل را به شدت محکوم میکنیم – همانطور که نقش ایالات متحده و اروپا را در توانمندسازی جنگهای اسرائیل با سلاح، لجستیک و حمایت سیاسی محکوم میکنیم!
ما خواستار پایان دادن به تمام حملات نظامی اسرائیل در ایران، فلسطین، لبنان، سوریه و یمن و توقف فوری تمام تحویل سلاح و سایر حمایتها از سوی آلمان و اتحادیه اروپا به این دولت هستیم!
حمله اسرائیل همزمان با مذاکرات در مورد برنامه هستهای ایران به رهبری قدرتهای غربی – ظاهراً با هدف خرابکاری در آنها – انجام شد۰ نخست وزیر نتانیاهو بار دیگر از تشدید اوضاع برای نجات خود در داخل کشور، جلوگیری از پیگرد قانونی به دلیل فساد و همزمان پیشبرد جاهطلبیهای توسعهطلبانه ارضی دولت صهیونیستی سوءاستفاده میکند۰ در عین حال، اسرائیل به نسلکشی فلسطینیان در غزه ادامه میدهد – در حالی که توجه رسانهها به جنگ اسرائیل و ایران معطوف شده است۰ تنها در ۱۷ ژوئن ۲۰۲۵، ۷۲ فلسطینی در حملهای به یک انبار مواد غذایی در رفح کشته شدند۰ هفتههاست که روزانه حدود ۱۰۰ فلسطینی در غزه توسط سربازان اسرائیلی در حالی که سعی در تهیه غذا برای خود و خانوادههایشان در معدود نقاط توزیع رسمی داشتند، به قتل میرسند۰ در همین حال، هفته گذشته، ۱۷۰۰ فعال «راهپیمایی جهانی غزه» که سعی در جلب توجه بینالمللی به نسلکشی و محاصره گرسنگی داشتند، ابتدا در مصر دستگیر و سپس توسط مقامات سرکوبگر مصری اخراج شدند۰
رژیم ایران اکنون با حملات موشکی مداوم به اسرائیل پاسخ داده است که نه تنها به زیرساختهای نظامی آسیب میرساند، بلکه غیرنظامیان اسرائیلی را نیز میکشد و ترس را گسترش میدهد۰ ما همچنین خواستار توقف فوری این حملات هستیم – صرف نظر از هرگونه مشروعیتی تحت قوانین بینالمللی – زیرا منطق جنگ فقط رنج، ویرانی و نفرت تازهای را به بار میآورد۰
ما به عنوان چپ بینالمللگرا، طرف رژیمهای جنایتکار و متحدان آنها را نخواهیم گرفت۰ ما اجازه نخواهیم داد که در شرایط اضطراری مجبور به انتخاب طرف شویم و از همه میخواهیم که از این منطق شوونیستی جنگ نیز خودداری کنند!
قربانیان این جنگها، جمعیت فقیر ایران، فلسطین، خاورمیانه و بستگان آنها در خارج از کشور – و همچنین یهودیان در سراسر جهان هستند، حتی اگر نخواهند با دولت صهیونیستی شناخته شوند۰
برای یک چپ بینالمللگرا، این فقط میتواند به معنای: رد رادیکال هرگونه تشدید – چه از طریق بمبهای اسرائیل و چه از طریق موشکهای ایران – باشد!
مبارزه ما باید علیه هر نوع ظلم و سلطه، چه در داخل و چه در خارج از کشور، باشد۰
این جنگ بین دو دولت غیرانسانی است: اسرائیل و ایران. هر دو از یک وضعیت اضطراری دائمی تغذیه میکنند تا بحرانهای داخلی را با تهدیدات خارجی بپوشانند۰دولت اسرائیل از طریق اخراج اجباری ۷۵۰ هزار فلسطینی تأسیس شد – اما تاریخ نکبت به یک زمان شامل نمیشود ، بلکه با نسلکشی امروز در غزه و سرقت زمین و قتل عام فلسطینیها توسط شهرکنشینان و سربازان اسرائیلی در کرانه باختری ادامه دارد۰
بخشی از رسانه ها و سیاستمداران غرب، حمله اسرائیل به ایران را به عنوان فرصتی فرضی برای „تغییر رژیم“ جشن میگیرند۰ تصویرسازیهای رسانهای از „ایرانیان شاد“ که حملات هوایی اسرائیل را به عنوان امیدی تفسیر میکنند، میلیونها نفر در داخل ایران را که علیه جنگ، دیکتاتوری و تجاوز اسرائیل اعتراض میکنند، نادیده میگیرد۰ چهرههایی مانند رضا پهلوی، پسر محمد رضا شاه ، و مسیح علینژاد، روزنامهنگار ایرانی-آمریکایی، به ویژه بدبینانه عمل میکنند. پهلوی با داراییهای دزدیده شده در تبعید ایالات متحده زندگی میکند، بمبارانهای اسرائیل را جشن میگیرد و از ترامپ حمایت میکند۰ علینژاد خود را به عنوان یک صدای «فمینیست» معرفی میکند در حالی که آشکارا خواستار حملات هوایی به ایران – که توسط برنامههای دولت ایالات متحده تأمین مالی میشود – است۰ هیچکدام نمایانگر یک دیدگاه رهاییبخش نیستند، بلکه یک پروژه نئولیبرالی هستند که آزادی را با آزادسازی بازار و تسلط غرب برابر میداند۰
در آلمان نیز بخشهایی از چپِ جنگطلب به جمع کسانی میپیوندند که مدل دموکراتیک (آپارتاید) اسرائیل را به عنوان «پیشرفت تمدنی» ادعایی علیه اسلامگرایی میفروشند۰ با این کار، از مسئولیت آلمان در هولوکاست برای بیاعتبار کردن و ساکت کردن انتقاد از جنایات جنگی اسرائیل استفاده ابزاری میشود۰
برخلاف آنچه تبلیغات جنگی دائماً ادعا میکنند، هیچ «نجات» جمعیت غیرنظامی وجود ندارد و نداشت، بلکه انبوهی از کشتهها و زخمیها – مردمی که اگر زنده بمانند، تا آخر عمر تحت تأثیر جنگ قرار خواهند گرفت و معمولاً این تجربه را به نسلهای بعدی منتقل میکنند – وجود خواهد داشت۰ و هیچ «رهایی» برای ایرانیان از طریق این جنگ وجود نخواهد داشت، همانطور که در 30 سال گذشته هیچ «رهایی» برای عراقیها، افغانها، کردها، سوریها، لیبیاییها و سودانیها وجود نداشته است – این جنگ فقط در مورد جایگزینی یک رژیم جنگسالار و مافیایی با رژیم دیگری بود که کنترل آن برای کشورهای امپریالیستی آسانتر یا در نهایت بیشتر با منافع آنها همسو باشد۰
ما با همبستگی بینالمللی از پایین – و یک „نه“ آشکار به خشونت دولتی و امپریالیستی – با این استاندارد دوگانه و فرهنگ ابزاری یادآوری مقابله میکنیم۰
استراتژی جنگی ایالات متحده، غرب و صهیونیستها چیزی جز ویرانی، بدبختی و مرگ به بار نمیآورد۰مردم عراق، افغانستان، لیبی و غیره، در صورتی که از کارزارهای غربی به نام مبارزه با جنگ ادعایی „علیه ترور“، „برای حقوق زنان“ و „برای دموکراسی“ جان سالم به در برده باشند، میتوانند از ویرانیهای ایجاد شده در کشورهایشان گزارش دهند۰ کسانی که سعی میکنند از عواقب این „جنگهای ادعایی برای ترویج دموکراسی“ در اروپا به دنبال امنیت باشند، در اینجا نیز به طور سیستماتیک از حق رأی محروم میشوند و بدون هیچ گونه اقدام عملی متقابل از سوی بخشهای بزرگی از چپ، در معرض سیاستهای اخراج بیرحمانه آلمان و اتحادیه اروپا قرار میگیرند۰
در مورد وضعیت داخل ایران: برای ما کافی نیست که صرفاً رژیم اسلامی را رد کنیم۰ همبستگی ما با کسانی است که در خیابانها و زیرزمینهای ایران میجنگند: کارگران، دانشجویان، زنان، کوییرها – که برای یک زندگی خودمختار از ریشه میجنگند۰
ما با همبستگی بینالمللی که نمیتواند از بالا دیکته شود، در برابر رژیمهای استبدادی و مخالفان امپریالیست آنها میایستیم!
برخی از چپهای ناسیونالیست نیز واقعیت ظلم و ستم در رژیمهای اقتدارگرا را نادیده میگیرند۰ در حالی که این چپها به درستی از تجاوز امپریالیستی ایالات متحده، ناتو یا اسرائیل انتقاد میکنند، همزمان جنایات رژیمهای اقتدارگرا مانند روسیه، ایران یا سوریه را – تحت پوشش یک مبارزه به اصطلاح ضد امپریالیستی – کماهمیت جلوه میدهند۰آنها درگیریهای بین رژیمهای مذهبی، مافیایی، فاشیستی و کشورهای غربی را به عنوان مبارزات ضد سرمایهداری به تصویر میکشند۰این نه تنها نادرست، بلکه عمیقاً ضد انسانی و بدبینانه است۰ چگونه میتوان فریادهای شکنجهشدگان، زندانیان سیاسی، سرنوشت دهها هزار اعدامی در ایران یا – حداقل تحت حکومت اسد در سوریه – را نادیده گرفت؟
خود رژیم اسلامی در چارچوب منطق سرمایهداری و امپریالیستی – در پشت نمای ضد امپریالیسم و ضد استعمار – عمل میکند. این رژیم طرفدار ظلم و ستم گسترده، شکاف طبقاتی، زنستیزی و خشونت نژادپرستانه علیه کردها، بلوچها، اعراب و همچنین علیه میلیونها افغان ساکن ایران است۰ چنین رژیمی صلح به ارمغان نخواهد آورد۰
اما نه بمبهای خارجی و نه اتحادهای ارتجاعی، آزادی را ممکن نمیسازند. تنها مبارزات از پایین – برای کرامت، آزادی، عدالت و علیه مردسالاری – میتواند راه را به سوی جهانی بدون غارت بشریت و بقیه طبیعت بگشاید۰
برای یک چپ بینالمللی، این به معنای رد سازشناپذیر هرگونه منطق نظامی، هرگونه تشدید – صرف نظر از طرف مقابل – است. معیار ما ژئوپلیتیک نیست، بلکه زندگی، کرامت، امنیت، برابری و خودمختاری مردم است۰
انرژی هستهای – برای هیچکس!
ما قاطعانه استفاده غیرنظامی و نظامی از فناوری هستهای را رد میکنیم۰ هیچ استفاده دموکراتیک، عادلانه یا زیستمحیطی از انرژی هستهای وجود ندارد۰کشورهای غربی – از جمله اسرائیل – برای توجیه سیاستهای انرژی مخرب زیستمحیطی خود، خلاف این را ادعا میکنند۰ اما انرژی هستهای راهحل نیست؛ بلکه بخشی از مشکل است: اقتدارگرایانه، خطرناک و استعماری است۰مناقشه هستهای چند دههای بین رژیم ایران، ایالات متحده و اسرائیل نیز هیچ ارتباطی با منافع مردم ایران و منطقه ندارد۰ جمهوری اسلامی صدها میلیارد دلار – پول کارگران، فقرا و مزدبگیران – را به یک برنامه هستهای سرازیر کرده است که تنها یک هدف را دنبال میکرد: تقویت امپریالیسم اسلامی، ادعاهای قدرت منطقهای و شبکههای بنیادگرا۰ هزینه: فقر، سرکوب، رکود اقتصادی و فاجعه اجتماعی بر دوش ستمدیدگان، با خطر مداوم و محاسبهشده فجایع زیستمحیطی مانند فجایع چرنوبیل یا فوکوشیما روبرو هستیم۰ درگیری نظامی فعلی بین دولتهای ارتجاعی در اسرائیل و ایران چیزی جز ادامه استراتژیهای بزرگ امپریالیستی نیست – با ابزارهای جدید، اما همان قربانیان: مردم مظلوم فلسطین، ایران، کردستان، بلوچستان، لبنان، سودان و یمن۰
نه رژیم آپارتاید اسرائیل و نه دیکتاتوری ایران طرفدار آزادی نیستند. هر دو در چارچوب منطق قدرت سرمایهداری و ملیگرایانه عمل میکنند – گاهی به عنوان دشمن و گاهی مخفیانه به عنوان همدست۰
در حالی که دولتهای غربی تحویل سلاحهای خود به اسرائیل را به عنوان „دفاع از زندگی یهودیان“ جلوه میدهند، مرحله بعدی تجدید تسلیحات در کشورهای ناتو در حال انجام است: میلیاردها دلار برای تجهیزات نظامی جدید، نظارت گسترده فناوری در داخل کشور، برنامههای جدید استخدام برای ارتش و سایر حوزههای به اصطلاح دستگاه امنیتی، و لفاظیهای نظامی در رسانهها، آموزش و فرهنگ. این تبلیغات حملهای به بشریت است – جنبشهای رهاییبخش را در جنوب جهان نابود و به انحراف میکشانند و همچنین مقاومت اجتماعی در شمال جهان را فلج میکند۰
آنچه به عنوان „صلح“ فروخته میشود، در واقع یک وضعیت دائمی آمادگی برای جنگ است۰ آنچه به عنوان «دفاع» تلقی میشود، تمایل جمعی برای کشتن به نام منافع ژئوپلیتیک است۰سلاحهای غربی در غزه کشتار میکنند، موشکهای ایرانی سلولهای مقاومت کردها را در هم میکوبند، بمبهای روسی شهرهای اوکراین را میسوزانند – و در همه جا، جنبشهای مردمی در حال از دست دادن فضا، نفس و زندگی هستند، در حالی که در پاسخ، گرایشهای ناسیونالیستی اغلب تقویت میشوند، حتی در میان کسانی که مورد حمله قرار گرفتهاند۰
علیه سکوت – علیه فراموشی
صدای انقلاب با صدای بمبها تهدید میشود۰ در ایران، فعالان جنبش «ژین، ژیان، آزادی» زندانی هستند – جایی که با تهدیدات متعددی از جمله شکنجه، اعدام و بمباران مواجه هستند۰ در 16 ژوئن 2025، قتل عامی در زندان دیزل آباد (کرمانشاه) رخ داد: حداقل ده زندانی توسط رژیم به قتل رسیدند، زمانی که موشکها در نزدیکی فرود آمدند۰درهای زندان برای جلوگیری از هرگونه فرار جوش داده شده بودند۰ این مثال نشان میدهد که ستمدیدگان در میان دو جبهه دو دولت فاشیستی در حال مرگ هستند۰ بنابراین، ما میگوییم: همبستگی ما جداییناپذیر است۰ما در کنار کسانی هستیم که در برابر دیکتاتوری دولتها، دین و سرمایه مقاومت میکنند۰ ما علیه رژیم اسلامی در ایران، علیه رژیم شهرکنشین صهیونیستی در اسرائیل، علیه استراتژیهای جنگی غرب و شرق ایستادهایم۰
در نهایت، چند جمله از تبادل نظر با مخالفان جنگ:
پاسخ اخلاقی به نسلکشی، همبستگی با مقاومت مردمی فلسطینیان و همچنین اسرائیلیها و ضداستبدادگرایی فراملی است۰ در فلسطین نیز افرادی هستند که مقاومتشان نه تنها علیه دولت شهرکنشین اسرائیلی، بلکه علیه فساد سازمان آزادیبخش فلسطین/تشکیلات خودگردان فلسطین و ظلم و ستم استبدادی حماس ارتجاعی نیز معطوف است۰
برای ما، تمکین به حاکمان، چه در فلسطین، ایران، لبنان یا اسرائیل – و چه در قبال سایر امپریالیستها – نمیتواند یک ابزار سیاسی باشد۰
در عوض، ما باید تمام تلاش خود را برای غلبه بر جبهههای موجود و منطقهای همگنکننده ملت، قومیت یا مذهب انجام دهیم و بر پیشبرد یک سیاست رادیکال و فراملی صلح از پایین اصرار ورزیم۰
برای مثال، فقط یک مثال منفی: جمهوری اسلامی ایران از زمان تأسیس خود، از رنج فلسطینیان به عنوان توجیهی برای تصویر خود از یک مبارز ضداستعماری سوءاستفاده کرده است۰متأسفانه، این تصویر توسط بسیاری از چپگرایان ضدامپریالیست گرفته شد و سپس حمایت خود از رژیم ایران را به عنوان حمایت ادعایی از „مبارزه آزادیبخش ضداستعماری“ به تصویر کشیدند۰ این چپگرایان نه تنها به مردمی که علیه رژیمهای استبدادی „خود“ در ایران و سوریه جنگیدند، خیانت کردند و بهای آن را با ظلم، زندان، فلاکت اجتماعی و مرگ پرداختند۰ آنها همچنین کاملاً در تحلیل انتقادی تبلیغات «ضد امپریالیستی» «محور مقاومت» شکست خوردهاند۰
اعتراضات خیابانی مردم فلسطین در نقاط مختلف غزه در ۲۵ مارس ۲۰۲۵ نیز یا نادیده گرفته شد یا توسط مبلغان اسرائیلی به عنوان اعتراضات کاملاً «ضد حماس» تفسیر مجدد شد۰ با این حال، شعار اصلی این اعتراضات «ما میخواهیم زندگی کنیم» بود که هم علیه ساختارهای حماس و هم علیه سیاستهای نسلکشی اسرائیل و تمامی سیاستهای جنگی بود۰ همانطور که متأسفانه همیشه اتفاق میافتد، وقتی با یک جنبش به ظاهر خودجوش و بدون رهبر مواجه میشویم، جناحهای مختلف طبقه حاکم بلافاصله تلاش کردند تا برای دستکاری، حذف یا تفسیر مجدد کل ماجرا به نفع خود، مداخله کنند۰
یک راه حل پایدار برای پایان دادن به بحران در خاورمیانه و فراتر از آن را میتوان در ایجاد جنبشهای فراملی، ضد نظامیگری، ضد اقتدارگرایی، فمینیستی و ضد سرمایهداری – علیه همه دولتها و رژیمها – یافت۰ نباید از این واقعیت غافل شویم که همه دولتهایی که دارای تأسیسات هستهای و برنامههای تحقیقاتی برای سلاحهای شیمیایی و بیولوژیکی هستند، در موارد تردید، از این موارد نه تنها به عنوان وسیلهای برای اعمال فشار خارجی استفاده میکنند۰
ما به عنوان چپ بینالمللگرا نمیتوانیم نسلکشیای مانند غزه را نادیده بگیریم و به هیچ وجه با کسانی که آن را با اقتباس از تبلیغات عاملان آن توجیه میکنند، همدردی نمیکنیم۰ هر بحثی باید از منظر عدالت و برابری برای همه مردم، مبتنی بر اعلام حمایت آشکار از خواست پایان فوری قتل عام جاری و همچنین پایان دادن به اشغال و آپارتاید اسرائیل علیه فلسطینیان باشد۰صرفاً به این دلیل که بخشهای بزرگی از چپ در آلمان چشم خود را بر ماهیت برتریطلبانه دولت صهیونیستی بستهاند، به این معنی نیست که این وضعیت باید همچنان ادامه یابد۰ بسیاری از ما نیز در سالها و دهههای اخیر فرآیندهای یادگیری را پشت سر گذاشتهایم که در آن «نقاط کور» خود را ارزیابی کردهایم و اکنون از آنها نتیجهگیریهای عملی میگیریم۰
در آلمان، یک هنجار نژادپرستانه وجود دارد که به معنای تبعیض روزمره برای افراد رنگینپوست است، که اغلب منجر به زندگی در انزوا و ترس مداوم از اخراج پناهندگان میشود، و با بیرحمی مرگهای دستهجمعی ناشی از آن در مرزهای خارجی اتحادیه اروپا را نادیده میگیرد یا حتی جشن میگیرد۰ در ایران، هنجار نژادپرستانه به معنای تبعیض اجتماعی گسترده و سرکوب حق تعیین سرنوشت کردها، بلوچها و اعراب، و همچنین استثمار و محرومیت گسترده از حقوق میلیونها پناهنده افغان، از جمله اخراجهای دستهجمعی روزانه است۰ در اسرائیل، هنجار نژادپرستانه به معنای آپارتاید روزمره علیه مردم فلسطین، اشغال نظامی و اکنون حتی نسلکشی آشکار است۰
و بنابراین ما آزادی فلسطین را به عنوان پیوند نزدیکی با آزادی خود، علیه همه احزاب قدرتمند جهان میبینیم۰ با انجام این کار، ما نمیخواهیم و نباید از مردمی که در جاهای دیگر برای بقا و وجودی شرافتمندانه میجنگند، چه در ایران، سودان، کنگو، کومور یا اردوگاههای پناهندگان در سراسر جهان و به صورت محلی، غافل شویم۰
ما باید تبادل نظر کنیم و در مورد اینکه یک دیدگاه مشترک گسترده از آزادی چگونه میتواند باشد، به توافق برسیم۰ ما میخواهیم با پرسیدن سوال، به پیشروی ادامه دهیم۰
نه به جنگ تجاوزکارانه اسرائیل و آمریکا در خاورمیانه!
نه به امپریالیسم و همه دیکتاتورها!
نسلکشی در غزه را متوقف کنید!
بیایید با هم نظامیسازی را متوقف کنیم!
مبارزه برای رهایی، فراملی است .
اتحادی از چپهای بینالمللی.
گوتینگن و جاهای دیگر، ۲۵ ژوئن ۲۰۲۵
im PDF:

Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.