Zum Verständnis von (Anti)Imperialismus im Zeitalter zunehmender Kriege und Militarisierung
Dienstag, 23.06.2026
18:30-20:00 Uhr
Seminarstraße 20 (Gebäude 15, Raum 128)
49074 Osnabrück

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und den Libanon, der am 28.05.2026 begann, dauert noch immer an. Die Folgen für die Zivilbevölkerung beider Länder sind verheerend: Tausende Menschen wurden getötet, Abertausende verletzt und Millionen befinden sich auf der Flucht – insbesondere nach der fortschreitenden Zerstörung und Entvölkerung des Südlibanons. Parallel dazu haben Militarisierung und Kriegswirtschaft überall zugenommen, während die unteren sozialen Schichten mit massiven Preiserhöhungen und Sozialabbau konfrontiert sind. Dies sind nur einige der dramatischen Konsequenzen dieses Krieges.
Diese Kriege sind jedoch nicht die einzigen Kriege der heutigen Zeit und werden auch nicht die letzten sein. Vielmehr haben wir es mit einer eskalierenden Kette von Kriegen zu tun. Trotzdem haben Linke bezüglich dieses aktuellen Krieges (im Iran und Libanon) sehr kontroverse Positionen und Richtungen eingenommen. Daher gibt es auch noch keine gemeinsame Grundlage um eine Strategie einer Antikriegs- und Antimilitarismusbewegung zu schaffen. Eine Bewegung, die möglicherweise effektiv gegen die Welle der Kriege und Militarisierung vorgehen könnte.
Im Mittelpunkt der kontroversen Debatten innerhalb der Linken steht das Verständnis von Imperialismus und Antiimperialismus. Daher wollen wir diese Themen zum Schwerpunkt der Veranstaltung machen. Hierfür werden wir die einzigartigen Merkmale der heutigen Krise des Kapitalismus betrachten, aus denen die zunehmenden Kriege und Militarisierung strukturell hervorgehen – ein neues Phänomen, das manchmal als „globales Kriegsregime“ bezeichnet wird. Dadurch wird sich eine neue theoretische Möglichkeit zur Konzeption des Imperialismus und der imperialistischen Verhältnisse in der Gegenwart ergeben, sowie ein alternatives Verständnis von Neofaschismus.
Das Ziel ist es zu sehen, wie in so einem turbulenten Zeitalter ein antikapitalistischer Klassenkampf gestaltet werden kann. Dazu wird gezeigt, warum ein internationaler Antimilitarismus ein fester Bestandteil der Strategie des Klassenkampfes ist bzw. was es braucht, um einen „Internationalismus von unten“ aufzubauen.
Der Input wird vom Roud Collective (Gruppe iranischer Linker) gegeben. Organisiert wird die Veranstaltung von No Lager Osnabrück

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