Echo d’Iran- Zwischen Krieg und Repression
Eine Sammlung von Beiträgen unserer Genoss*innen aus Paris zur aktuellen Situation im Iran, die vom „Roued Collective“ ins Deutsche übersetzt wurden.
Unser Beitrag zu dieser Broschüre:
Diese Broschüre versammelt Beiträge unserer Genossinnen aus Paris, die re gelmäßig über die Entwicklungen im Iran berichten. Wir als “ Roud collektive“ haben diese Texte ins Deutsche übersetzt, weil wir es wichtig finden, die Stimmen und Kämpfe der Menschen im Iran hier sichtbar zu machen. Denn in der aktuellen Situation droht ein wichtiger Teil der Wirklichkeit im Iran unterzugehen. Im Schatten des Krieges und der Konfrontation zwischen imperialistischen Mächten und dem iranischen Regime wird wenig über diejenigen gesprochen, die im Iran selbst für ihre Rechte und gegen ihre Lebensbedingungen kämpfen: Arbeiterinnen, Rentnerinnen, Lehrerinnen, Busfahrerinnen und viele andere. Diese Kämpfe sind nicht neu. Sie haben eine lange Geschichte. Immer wieder organisieren sich Menschen selbst, streiken, protestieren und stellen sich gegen Ausbeutung, soziale Ungleichheit und die politische Unterdrückung durch das islamische Regime. Gleichzeitig werden Aktivistinnen verfolgt, verhaftet und mit schweren Strafen bis hin zur Hinrichtung bedroht. Der Krieg macht diese Situation nicht besser. Im Gegenteil: Krieg stärkt nicht
die Menschen, die gegen Unterdrückung kämpfen. Er schafft vielmehr neue Bedingungen für Repression und staatliche Kontrolle. Während die verschiedenen Regierungen ihre eigenen Interessen verfolgen, geraten die sozialen Kämpfe der Menschen aus dem Blick.
Deshalb wollen wir beides zusammen denken: Weder die Repression des iranischen Regimes darf verschwiegen werden, noch darf die Bevölkerung zum Spielball eines Krieges und der Interessen imperialistischer Mächte werden.
Wir sind gegen Krieg und für ein sofortiges Ende der militärischen Gewalt. Gleich zeitig stehen wir an der Seite der Menschen im Iran, die sich organisieren und gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Repression kämpfen.
Diese Broschüre soll deshalb nicht über den Iran „von oben“ erzählen. Sie soll den Blick auf die Menschen richten, die von unten ihre eigenen Kämpfe führen.
