Krieg/Waffenruhe : Repression im Iran geht weiter voran

Kriegsgegner*innen,

Aus dem aktuellen Anlass des Angriffskriegs Israels auf den Iran heraus, haben wir versucht, einigen Stimmen von Iraner*innen zu sammeln und auf Deutsch zu übersetzen. Siehe unter:

https://fluechtlingscafe-goettingen.com/category/iran-israel-krieg

In großen Teilen israelischer und westlicher Medien werden diese Angriffe als „gezielt“ und „notwendig“ dargestellt und propagiert, dabei ignorieren diese Medien bewusst die zivilen, menschlichen Opfer aus dem globalen Süden, welche hier systematisch ausgeblendet werden. und zeigen permanent ein Bild von jubelnden Menschen im Iran, die die Bomben des zionistischen und des amerikanischen Regimes feiern und in ihnen eine scheinbare Hoffnung nach Demokratie sehen. Im Gegenteil dazu haben wir anderen Stimmen von Farsi ins Deutsche übersetzt, damit euch jenseits westlicher Medien auch diese Stimmen aus dem Iran erreichen. Stimmen, die sich gegen Krieg und gegen Diktaturen aussprechen und sich gegen jeglichen Imperialismus richten.

Dieser und jede Krieg ist ein Krieg gegen die Unterdrückten und die Arbeiter*innenklasse; gegen die Krankenschwestern des Farabi-Krankenhauses in Kermanshah und die Feuerwehrleute der Kleinstadt Musian in Ilam, die von der israelischen Armee bombardiert wurden. Dieses Beispiel zeigen: Die Unterdrückten sterben zwischen den Fronten zweier faschistischer Staaten. Deshalb sagen wir: Unsere Solidarität ist unteilbar. Wir stehen an der Seite derer, die sich der Diktatur von Staaten, Religion und Kapital widersetzen. Wir stehen gegen das islamistische Regime im Iran, gegen das zionistische Siedlerregime in Israel, gegen die Kriegsstrategien des Westens und des Ostens.

Massive Repression wähnd des Krieges und nach der Waffenruhe

Dieses brutale andauernde Blutvergießen, die immer weiter zunehmende Militarisierung das bringt Elend und Leid hervor, wodurch jegliche Möglichkeiten der sozialen Organisierung überschattet wird.

In Iran sitzen Aktivist*innen der „Jin, Jiyan, Azadî“-Bewegung in Gefängnissen – wo sie durch Folter, Hinrichtungen und Bombardierungen gleich mehrfach bedroht sind. Am 16. Juni 2025 kam es im Gefängnis Dizelabad (Kermanshah) zu einem Massaker: Mindestens zehn Gefangene wurden vom Regime ermordet, als Raketen in der Nähe einschlugen. Die Gefängnistüren wurden verschweißt, um jede Flucht zu verhindern.

Gestern 25 Juni wurden in Urmia drei kurdische Kolbars angeblich wegen „Spionage für Israel“ hingerichtet. Gleichzeitig wurden im Iran innerhalb von zwölf Tagen 705 Menschen wegen angebliche Spionage für das israelische Regime oder aus politischen oder sicherheitspolitischen Gründen festgenommen.Und drei afghanische Bürger mussten ihre Kollaboration mit Israel gestehen.

Nach der Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen dem Iran und Israel konzentrieren sich die iranischen Behörden nun verstärkt auf die innere Sicherheit. Dazu gehören Massenverhaftungen, Hinrichtungen und der Einsatz militärischer Kräfte, insbesondere in kurdischen Gebieten und bei Beluchistan . Laut HRANA wurden seit Beginn des Krieges mit Israel im Iran mindestens 705 Menschen aus politischen oder sicherheitspolitischen Gründen festgenommen. Gestern 25 Juni sind in der Stadt Urmia drei Kurden wegen angebliche Spionage für Israel hingerichtet wurden.

Dies ist erst der Anfang einer neuen Repressionswelle, vor allem erste Opfer werden bei marginalisierten Gebieten beginnen , Kurdeninnen Araberinnen, Belutschinnen, Afghaninnen.
Ein Sicherheitsbeamter bestätigte, dass an den Grenzen Pakistans, des Iraks und der Republik Aserbaidschan Militärkräfte stationiert worden seien, um das Eindringen sogenannter „Terroristen“ zu verhindern. Ein Menschenrechtaktivist in Teheran, der während der Proteste 2022 inhaftiert war, sagt, die Atmosphäre in der Zivilgesellschaft sei derzeit sehr vorsichtig und angespannt. Er sagte, viele Aktivisten seien von den Behörden vorgeladen oder festgenommen worden oder hätten ernste Warnungen erhalten.