1.Mai, gemeinsam gegen Krieg, Faschismus und Ausbeutung!

Jin Jiyan Azadi! Hoch die internationale Solidarität!
Gemeinsam auf die Straße gegen Kriege, Rassismus, Abschiebungen und Ausbeutung!

Wir schließen uns der 1. Mai Demo an und rufen auf zu einem Demoblock gegen Krieg, Militarisierung, Rassismus und Abschiebungen! Kämpfe müssen verbunden werden anstatt sich isoliert nur bestimmten Kämpfen zu widmen. Wir wollen uns solidarisieren mit allen Arbeiter:innen dieser Welt, die durch Streiks und Sabotage Waffenlieferungen und Rüstungsindustrie blockieren oder stören.
Wir rufen dazu auf, sich gemeinsam gegen die rassistische Abschiebemaschinerie der Bundesrepublik zu stellen und praktische Solidarität mit Menschen auf der Flucht zu zeigen.

Dieser Tag der Arbeit wurde leider zunehmend von Arbeitskämpfen entleert und auf die Forderung nach „gerechten Löhnen im nationalen Rahmen“ reduziert. Dabei wurden die Ausgebeuteten weltweit vergessen und die Kämpfe der Arbeiter*innenbewegung wurden in eine nationale Einschränkung gepresst, die vor allem gerechte Löhne im Rahmen des bestehenden Systems fordert.
Unser 1. Mai demonstriert nicht nur Solidarität, sondern ist auch ein Aufruf zur Erinnerung an die Kämpfe der Textilarbeiterinnen von 1857 in New York. Doch dieser Kampf wurde nicht in die Praxis umgesetzt und blieb nicht international. Der Kapitalismus hat die globale Verteilung des Reichtums genutzt, um Arbeiterinnen zu spalten. Textilfabriken wurden in den globalen Süden verlagert,mit mafiösen Regimen zusamengearbeitet , um billige Arbeitskraft auszubeuten.

Wir befinden uns in einer kapitalistischen Krise: Steigende Preise, stagnierende Löhne und unbezahlbare Mieten sind nur einige der Folgen. Diese Krisen sind kein Einzelfall, sondern Teil des kapitalistischen Systems, das regelmäßig durch wirtschaftliche Auf- und Abschwünge gekennzeichnet ist.
Faschisierung ist keine Überraschung – sie hat eine konkrete ökonomische Grundlage.
Wir befinden uns in einer Phase allgemeiner Kriegsausbreitung. Das Leben in der Ukraine wird unvermindert durch den Amgriffskrieg Russlands beherrscht, es gibt eine imperialistische Invasion in Venezuela, fortdauernde Bombardements des Iran, Angriffe gegen Rojava, die scheinbare Annektion von Teilen des Libanon und der weiterhin andauernde Genozid an Palästinenser*innen. Die deutsche Regierung ist an vielen dieser kriegerischen Konflikte beteiligt und rüstet weiter auf.

Die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden, während gleichzeitig die Ausgaben für Militarisierung und Aufrüstung gesteigert werden. Parallel dazu werden Budgets in Bereichen wie Bildung und Gesundheit gestrichen, und das Asylrecht wird zunehmend abgeschafft.
Die meisten Opfer der tödlichen Angriffe durch die USA und Israel sind unterdrückte Arbeiterinnen, besonders aktuell im Iran. Diese Morde und Massaker werden jedoch häufig als ‚militärische Notwendigkeit‘ und gerechte Krieg dargestellt. Ein ähnliches Vorgehen erleben seit Jahren auch die Palästinenserinnen sowie die Menschen im Libanon. Diese brutale Praxis verstärkt jedoch nur die Verbrechen und schafft keinerlei Voraussetzungen für Freiheit und menschenwürdige Lebensbedingungen.
Es braucht eine klare und unerschütterliche Haltung zum Krieg.
Die Verurteilung des verbrecherischen israelischen und amerikanischen Angriffs und gleichzeitig ein entschlossenes „Nein“ zur Islamischen Republik Iran sowie zu jeglichen diktatorischen Regimen ist der minimale, aber strategische Eckpfeiler für eine gemeinsame internationalistische Praxis.
Westliche Waffen töten in Gaza, iranische Raketen vernichten kurdische und belutschische Widerstandszellen und massakrieren Protestierende im Iran. Russische Bomben zerstören ukrainische Städte, und das türkische Militär sowie das syrische IS-Regime unter al-Jolani massakrieren die kurdische Bevölkerung. Die Rüstungslobby und ihre Mordmaschinerie beherrschen den globalen Süden. Überall verlieren die Bewegungen von unten an Raum, Atem und Leben, während nationalistischer Aufwind und Faschisierung weltweit zunehmen.

Es liegt an uns, unsere internationale Solidarität verantwortungsvoll zu übernehmen. Gegen die globale kapitalistische und faschistische Kriegsmaschinerie brauchen wir eine Solidarität von unten, die grenzenüberschreitend und auf die Unterdrückten weltweit ausgerichtet ist. Unsere Solidarität mit den Unterdrückten in emanzipatorischen Aufständen erfordert es, jede Form von Despotismus, Nationalismus und Imperialismus abzulehnen und die Kämpfe der Unterdrückten miteinander zu verbinden – jenseits von Grenzen, Religionen und Nationen.

Gegen jeden Imperialismus, jeden Autoritarismus und Faschismus!
Kriege blockieren !
Stoppt alle Waffenexporte!

Weg mit allen Unterdrückern – ob König oder Mullah!
Alle Macht den Menschen – vom Sudan über Palästina bis Kurdistan und Iran!
Jin, Jiyan, Azadî!

Kommt dazu und bringt eure Freund:innen und internationalistische/ anti-militaristische Banner mit!

Wir sehen uns auf der Straße!