Demo-Aufruf 10 .Dezember— Jin Jiyan Azadî– Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung!

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Mord, Krieg, Hunger, Ausbeutung und Umweltzerstörung herrschen derzeit in allen Ecken der Welt. Verursacht werden sie durch das globale kapitalistische System. Staaten wie die USA, Europa, Russland und China – gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten – teilen die Macht über die Welt überall unter sich auf.

Die Repression ist überall zu spüren: hier in Europa, aber besonders im globalen Süden: im Iran, in Kurdistan, in Afghanistan, in der Türkei, in Balochistan, im Irak, in Palästina, in Chile, in Mexiko, in Brasilien, in Kolumbien – überall.

Alle Kämpfe für Freiheit und ein würdiges Leben, gegen das soziale Elend und den globalen neoliberalen Kapitalismus werden durch staatliche Angriffe, auch in Zusammenarbeit mit paramilitärischen Banden wie dem IS oder der faschistischen Rechten in Europa, niedergeschlagen.

Die neoliberale und koloniale Wirtschaftspolitik mit ihrem Diktat der Verwertung ist für die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Abermillionen von Menschen verantwortlich. Eine Zerstörung, die täglich tötet und die Menschen zur Flucht zwingt.

  • Wir erleben, wie der NATO-Partner Türkei permanent einen blutigen Vernichtungskrieg gegen Rojava und alle Kurdinnen führt und auch vor dem massiven Einsatz von verbotenen chemischen Waffen gegen die Freiheitskämpferinnen nicht zurückschreckt.
  • Wir erleben derzeit im Iran, wie aktuell das faschistoide Regime mit seinen Sicherheitskräften brutal gegen die freien Bewegungen vorgeht, wie das Regime z.B. in Kurdistan und Zahedan Massaker an der kurdischen und belutschischen Bevölkerung verübt. Allein in letzten drei Monaten mehr als 400 Tote, mehr als 15‘000 Gefangene sind von der Todesstrafe bedroht.
    -In Afghanistan sehen wir, wie die kriegführenden NATO-Länder ihre verbrecherischen Taten 20 Jahre lang der Weltbevölkerung als „Frauenbefreiung“ präsentieren. Dann wurde die Macht wieder den mörderischen Taliban überlassen. Der Massaker an der Hazara ,auch anderen Minderheiten und die Unterdrückung von Frauen und Mädchen bis Femizide kennzeichnet islamische Emirat Afghanistan.
  • Wir sehen, dass das pakistanische Regime seit Jahren einen systematischen Völkermord an Belutschistan begeht. Mehr als 30‘000 belutschische Aktivisten in Pakistan wurden von den Sicherheitskräften entführt und sind nie wieder aufgetaucht. Politische Morde werden ins Ausland verlegt, wie die Ermordung des Journalisten Sajid Hussain in Schweden im April 2020 und der Aktivistin Karima Baloch im Exil in Toronto im Dezember 2020 zeigt.
  • Wir erleben wie der sudanesische Massenaufstand 2019 zum Sturz des islamistisch-militärischen Regimes von Omar al-Bashir führte, aber danach durch den Militärputsch unter General Abdel Fattah Burhan zu nichte gemacht wurde, der nun gegen jeglichen sozialen Protest von Frauen, Homosexuellen, ethnischen Minderheiten und Student*innen brutal vorgeht und die Menschen verhaftet, foltert und tötet.
  • Wir erleben den fortwährenden Kolonialismus in Abya Yala (Amerika) durch Landraub, Todesschwadronen und Polizeiterror an Kleinbäuer*innen und Indigenen, wie den Mapuche.
  • Wir erleben weltweit, auch an der EU-Außengrenze, die Folgen von rassistischen und mörderischen Grenzregimen und der zunehmenden militärischen Abschottung.
    Da die Repression gegen die weltweiten Freiheitsbewegungen nur durch die Zusammenarbeit der unterdrückenden Staaten möglich ist, lautet unsere stärkste Antwort:
    Globale Solidarität – gemeinsam gegen jede Tyrannei und die imperialistischen Mächte!
    Schließen wir uns zusammen – lasst uns gemeinsam an Lösungen und Alternativen arbeiten!
    Wir sind verbunden – durch unseren Widerstand gegen staatliche Repression und Verfolgung und durch unsere Sehnsucht nach einer befreiten Gesellschaft!

Wichtiger Hinweis: Nationalstaatliche Flaggen sind unerwünscht, ebenso Flaggen von Gruppierungen, die mit Imperialisten zusammenarbeiten.

Transnationales Bündnis für den Kampf um Freiheit

Balochistan
Women Defend Rojava
Kollektiv ohne Namen (iranische Gruppe)
AK Asyl Göttingen
Freiheit für neuen Sudan
Freiheit für afghanische Frauen
Gesellschaftszentrum Kurdistan Kassel
BIPoC- Kollektiv Göttingen
Basisdemokratische Linke
Bündnis für offene Grenzen

Englisch:

Jin Jiyan Azadî
– Fight for freedom and self-determination

Transnational demonstration on International Human Rights Day

Saturday, 10 December 2022 at 1 pm

Starting point: Auditorium, Göttingen

Murder, war, hunger, exploitation, and environmental destruction prevail in every corner of the world. They are caused by the global capitalist system. States like the USA, Europe, Russia and China – together with their respective allies – divide power over the world among themselves everywhere.

The repression is felt everywhere: here in Europe, but especially in the global South: in Iran, in Kurdistan, in Afghanistan, in Turkey, in Balochistan, in Iraq, in Palestine, in Chile, in Mexico, in Brazil, in Colombia – everywhere.

All struggles for freedom and a dignified life, against social misery and global neoliberal capitalism are suppressed by state attacks, in some places in cooperation with paramilitary gangs like daesh/the IS or the fascist right in Europe.

Neoliberal and colonial economic policies with their imperative of exploitation are responsible for the destruction of the livelihoods of millions and billions of people. A destruction that kills daily and forces people to flee.

– We are witnessing how the NATO partner Turkey is continuously waging a bloody war of extermination against Rojava and all Kurdish women and does not shy away from the massive use of banned chemical weapons against the freedom fighters.

– We are currently witnessing in Iran how the fascist regime and its security forces are brutally attacking the free movements and how the regime is carrying out massacres against the Kurdish and Baluchi population in Kurdistan and Zahedan, for example. In the last three months alone, more than 400 people have been killed and more than 15,000 prisoners are threatened with the death penalty.

-In Afghanistan, we see how the warring NATO countries presented their criminal acts to the world population as „women’s liberation“ for 20 years. Then power was handed back to the murderous Taliban. The massacre of the Hazara, and other minorities and the oppression of women and girls to the point of femicide characterises Islamic Emirate Afghanistan.

– We see that the Pakistani regime has been committing systematic genocide against Balochistan for years. More than 30,000 Baloch activists in Pakistan have been abducted by the security forces and never reappeared. Political killings are being moved abroad, as evidenced by the murder of journalist Sajid Hussain in Sweden in April 2020 and exiled activist Karima Baloch in Toronto in December 2020.

– We see how the Sudanese mass uprising in 2019 led to the overthrow of the Islamist-military regime of Omar al-Bashir but was subsequently undone by the military coup led by General Abdel Fattah Burhan, who now brutally cracks down on any social protest by women, homosexuals, ethnic minorities and students*, arresting, torturing and killing people.

– We are witnessing the ongoing colonialism in Abya Yala (America) through land theft, death squads and police terror against small farmers and indigenous people like the Mapuche.

– We are experiencing the consequences of racist and murderous border regimes and increasing military isolation worldwide, including at the EU’s external border.

Since the repression of global freedom movements is only possible through the cooperation of oppressive states, our strongest response is:

Global solidarity – together against all tyranny and the imperialist powers!

Let’s unite – let’s work together on solutions and alternatives!

We are united – by our resistance against state repression and persecution and by our longing for a liberated society!

Important note: Nation-state flags are not welcome, nor are flags of groups collaborating with imperialists.

Transnationales Bündnis für den Kampf um Freiheit

Balochistan
Women Defend Rojava
Kollektiv ohne Namen (iranische Gruppe)
AK Asyl Göttingen
Freiheit für neuen Sudan
Freiheit für afghanische Frauen
Gesellschaftszentrum Kurdistan Kassel
BIPoC- Kollektiv Göttingen
Basisdemokratische Linke
Bündnis für offene Grenzen